Portrait von Wolfgang Huber

Militärstrasse 23
3014 Bern
Tel 031 331 77 40
E-Mail: wolfganghuber@bluewin.ch

Personalien

Geburtsdatum
26. April 1950
Nationalität Deutsch

Seit 1983 in der Schweiz
Zivilstand verheiratet
drei Söhne, 1982, 1985, 1987

Ausbildung

1972 - 1976

Studium Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Fachhochschule München, D.

Zusatzausbildung

1992 - 2003

Diplom Gruppenleitung TZI; Ruth Cohn Institut - WILL Schweiz
1986 - 1988 Zertifikat „Gemeinwesenarbeit“; Burckhardthaus Gelnhausen, D.
1980 - 1981 Zertifikat „Beratung von Familien“; Fachhochschule München, D.
1978 - 1979 Zertifikat „Sozialtherapeutisches Rollenspiel“

Beruflicher Werdegang

1988 - 2004

Geschäftsleiter der Drogentherapieeinrichtung aebihus maison blanche, Leubringen, CH
1983 - 1988 Sozialarbeiter und Projektleiter in Jugend- und Drogenberatung Contact Bern, CH
1978 - 1983 Sozialarbeiter im Sozialpsychiatrischen Dienst München – Perlach, D
1976 - 1978 Sozialarbeiter in Drogentherapieeinrichtung Prop Alternative Aiglsdorf, D

Zu meiner Person

Geboren im Nachkriegsdeutschland am 26. April 1950 in Regensburg. Mit 20 Jahren zog ich nach München. Hier tat sich für mich eine neue Welt auf. Ich liebte das grossstädtische Leben und die vielfältigen Lebensformen. Ich konnte die Enge der Provinz abstreifen und andere Lebenseinstellungen und Weltanschauungen erfahren. In München studierte ich.

Bei meinen ersten Tätigkeiten als Sozialarbeiter hatte ich das Glück, von Kolleginnen und Kollegen in die Arbeit eingeführt zu werden, welche sich gesellschaftspolitisch engagierten. Ich lernte ich die individuellen Probleme der Menschen in einem politischen Zusammenhang zu sehen. Sozialarbeit ohne politisches Engagement ist Flickschusterei.

Bisher war ich in den Arbeitsfeldern Psychiatrie und Sucht tätig. Hier traf ich mit Menschen zusammen, welche eine ungewöhnlicher Lebensgestaltung hatten und am Rande der Gesellschaft lebten. Die Anerkennung des Andersseins und die verlässliche Beziehungsgestaltung waren meine Lernfelder und haben meine professionelle Haltung nachhaltig geprägt.

Als Institutionsleiter konnte ich lernen, wie faszinierend es ist, mit Menschen und den zur Verfügung gestellten Mitteln eine lernende Organisation zu entwickeln. Die Leitungsarbeit als Angebot einer grösstmöglichen Partnerschaft für Mitarbeitende und Klientel zu gestalten, verlangte von mir einen reflektierten und bewussten Umgang mit Macht. Die Wertehaltung der Themenzentrienten Interaktion war dabei sehr hilfreich. Leiten von Gruppen nach TZI, hat mir eine Handlungsweise aufgezeigt, die es möglich macht, sich in eine partnerschaftliche Begegnung zwischen Teilnehmenden und Leitung zu begeben. Ein nicht immer leichtes Unterfangen.

Die Patriarchatskritik fand bei mir auch in der Suchtarbeit ihren Niederschlag. „Sucht hat ein Geschlecht. Mit diesem Ansatz war die Auseinandersetzung mit der Verteilung der Macht vorgegeben. Ich habe süchtige Menschen als schwer verletzte, ausgebeutete Menschen betrachtet, die nur genesen können, wenn sie Möglichkeit erhalten, entsprechend ihrem Geschlechtes eine Beteiligung an der Macht zu entwickeln.

Seit 1983 lebe ich mit meiner Frau Susanne und unseren Söhnen Samuel, Vitus und Till in Bern. Die Beziehung zu ihr erlebe ich als ein grosses Experimentierfeld. Wie können wir unsere Unterschiedlichkeit leben und dabei verlässlich sein. Mit ihr als kraftvolle Partnerin ist es möglich die Partnerschaft in diese Richtung zu gestalten. Für uns beide ist es bis heute eine attraktive Herausforderung nach einer Lebensform zu streben, welche Partnerschaft, Berufsleben und Familie in Einklang bringt. Diese Lebenshaltung versuchten wir auch unseren Söhnen weiter zu vermitteln.

Mein Anliegen

Zwischen Macho und Softi den Weg zur männlichen Identität zu finden ist eines meiner Anliegen. Der unvermeidliche Auseinandersetzung mit dem allgegenwärtigen Patriarchat versuche ich mich zu stellen. Die beste Unterstützung dabei finde ich bei den Männern, die sich auch auf den Weg gemacht haben. Sie treffe ich im Männerworkshop zu Morschach.