Portrait von Wolfgang Obwexer

Privat:
Dreiheiligengasse 1/c
I-39100 Bozen
Tel. 0039/0471/272154

Beruflich:
Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung
Galileo-Galilei-Str. 4/c
I-39100 Bozen
Tel. 0039/0471/501348
Email: obwexer@lebenshilfe.it

Ich wurde vor mehr als vier Jahrzehnten in Bozen (Südtirol) geboren. Nach der Matura studierte ich in Innsbruck Pädagogik. Anschließend absolvierte ich meinen Zivildienst, wo ich das erste Mal näher mit behinderten Menschen in Kontakt kam. Nach einigen beruflichen Zwischenstationen als Lehrer und pädagogischer Mitarbeiter verschiedener Institutionen trat ich 1996 als Geschäftsführer in die Lebenshilfe Südtirol (nähere Informationen unter www.lebenshilfe.it ) ein.

Beruflich beschäftigen mich vor allem zwei Fragestellungen:
  • Welche Rahmenbedingungen muss/kann man schaffen, damit Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes, normales Leben leben können? Zusammen mit vielen anderen Menschen in der Lebenshilfe versuche ich Projekte zu organisieren, die vor allem Menschen mit Lernschwierigkeiten unterstützen und stärken. Wenn man Menschen mit Behinderung zutraut, für sich selbst zu sprechen oder auf ihre nonverbalen Äußerungen achtet, daran glaubt, dass sie selbst am besten wissen, was sie brauchen, dass man sie in ihren Lebensentscheidungen unterstützt und begleitet, entwickeln sie Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, die nach außen hin auch über ihren Körper, ihre Stimme und ihr Auftreten sichtbar werden.
    Im Foto sieht man mich vor einem Bild, das von Menschen mit Behinderung anlässlich eines Sport- und Spielfestes gemalt wurde.
  • Was bedeutet mein Mann-Sein in einer patriarchal geprägten Gesellschaft Gesellschaft? Dieses Thema begleitet mich nun schon seit vielen Jahren. In Projekten und Workshops mit Kari Aschwanden und Gertraud Battisti fand ich viel Raum auf diese Frage immer wieder neue Antworten zu finden. Drei Jahre lang arbeitete ich nebenberuflich in einer Männerberatungsstelle mit. Als Mediator mit Paaren in Trennungs- und Scheidungssituationen lerne ich auch immer wieder vieles zum Thema dazu. Als Männer und Frauen sind wir zu einem nicht unwesentlichen Teil gesellschaftlich geprägte und bedingte Wesen. Wenn es uns gelingt mit distanziertem Blick ein Wissen über diesen strukturellen Rahmen zu entwickeln, fällt es uns Männern individuell als auch gesellschaftlich leichter angemessene Verantwortung zu übernehmen, Verantwortung auch dafür, dass unsere Gesellschaft Frauen und Männer immer noch unterschiedlich gewichtet.

Mein Lebensmittelpunkt ist meine Familie. Mit meiner Frau Eveline und meinen Kindern Michael, Sophie und Dominik lebe ich im Bozner Stadtteil Gries.

Kari Aschwanden ist mir in den über 10 Jahren, seit wir uns kennen, zu einem lieben Gesprächspartner und Freund geworden. Deshalb habe ich mich hier gerne vorgestellt.