Portrait von Willi Roth

Privat:
Willi Roth
Vreneliweg 4
8810 Horgen
Telefon: 044 725’68’48
roth-brupbacher@bluewin.ch

Geschäft:
Berufsschule für Pflege Männedorf
Alte Landstrasse 413
8708 Männedorf
Telefon: 044 922’14’20/23
Fax: 044 922’14’22
w.roth@bspm.ch

Berufsausbildung:

April 1971 - Mai 1973

Schriftsetzerlehre ohne Berufsabschluss

Oktober 1973 - Oktober 1976

Ausbildung zum dipl. Krankenpfleger AKP an der Krankenpflegeschule am Kantonsspital Winterthur

Berufliche Aus- und Weiterbildungen:

1978 - 1980

Ausbildung in Intensivpflege und Reanimation am Univer-sitätsspital Zürich

03.1985 - 08.1985

Seminar für Unterrichtsassistenten Wirtschaftspädagog. Institut, WPI Morschach

1986 - 1987

Ausbildung zum Berufsschullehrer Pflegebereich Wirtschaftspädagog. Institut, WPI Morschach

1991 - 1993

Ausbildung zum Management-Coach
Müri & Partner AG

1999 - 2001

Master of Advanced Studies (Organisationsentwicklung in Dienstleistungsunternehmen) am iff-Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universitäten Klagenfurt, Wien, Innsbruck und Graz


Sonstige Weiterbildungen:

10.02.1992 - 14.02.1992

Grundlagenseminar in Transaktionsanalyse
L. Fischer, Lehrberechtigte Transaktionsanalytikerin

1990 - 1995

verschiedene Kurse in Theaterpädagogik

03.1991 - 03.1994

evangelischer Theologiekurs für Erwachsene Deutschschweiz. Arbeitsstelle für Evangelische Erwach-senenbildung Zürich

16.05.1996 - 24.08.1997

Ausbildung zum Leiter für Jeux Dramatiques

Berufliche Tätigkeiten:

11.1976 - 05.1981

dipl. Krankenpfleger, Universitätsspital Zürich Chirurgische Klinik B (Unfall- und Wiederherstellung) und Med. Intensivpflegestation

08.1981 - 05.1984

Leiter der Intensivpflegestation, Spital Wädenswil

10.1984 - 10.1992

Unterrichtsassistent und Berufsschullehrer, Berufsschule für Krankenpflege Bethanien Zürich

01.11.1992 - 31.12.1998

Schulleiter der Berufsschule für Krankenpflege Bethanien Zürich

01.01.1999 - heute

Schulleiter der Berufsschule für Pflege Männedorf (fusioniert mit der Schule Bethanien auf den 1.1.99)

07.1993 - 12.1998

Dozententätigkeit an der Kaderschule für die Kranken-pflege Aarau im Fach: „Theaterpädagogik“

10.1994 - 10.199

Dozententätigkeit am WPI Morschach im Fach: „Selektion“ und „Zusammenarbeit Schule - Praxis“

Dozententätigkeit in Pflegeheimen zum Thema: „Sexuali-tät im Alter“

11.2004 - 12.2005

Projekt Gleichwertigkeitsverfahren und Nachholbildung FaGe Kanton Zürich (ein Projekt im Auftrag des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes des Kantons Zürich


persönliche Angaben

Geboren bin ich Zürich, aufgewachsen in Elgg, einem kleinen bäuerlich geprägten Dorf im Kanton Zürich.

Seit genau 30 Jahren lebe ich mit meinem Lebenspartner zusammen und wohne nach einem kurzen Abstecher (wieder um in der Stadt Zürich) seit 1979 in Horgen im eigenen Haus mit viel Garten.

Vor drei Jahren hat uns das Partnerschaftsgesetz im Kanton Zürich die Möglichkeit gegeben unsere Beziehung und Lebensform eintragen und somit anerkennen zu lassen.

Nach einem missglückten Start ins Berufsleben, bedingt durch eine falsche Berufswahl, habe ich mich mit viel Freude und Engagement in die Ausbildung zum dipl. Krankenpfleger ge-stürzt. Diesen Beruf habe ich anschliessend während acht Jahren mit viel Begeisterung aus-geführt. Ich glaube, ich darf sagen, ich war mit Leib und Seele Krankenpfleger.

Während dieser Tätigkeit habe ich festgestellt, dass ich gerne anderen etwas beibringe und so habe ich mir dies zu meinem neuen Beruf gemacht und mich zum Berufsschullehrer im Gesundheitswesen ausbilden lassen. Während der Ausbildung am WPI in Morschach erlebte ich eine Woche Theaterpädagogik. Dieses Erlebnis war so prägend, dass ich zusammen mit einer Arbeitskollegin, welche die Ausbildung ebenfalls am WPI absolvierte einzelne Theater-pädagogiktage in der Ausbildung an unserer Schule entwickelte. Die Lernenden waren be-geistert und nach und nach hat sich ein ganzes Theaterpädagogikkonzept daraus entwickelt. Wir besuchten viele Theaterseminare und haben uns auch autodidaktisch vieles beigebracht. Dabei haben wir erfahren, dass es nicht für alles ein Zertifikat oder Diplom braucht, sondern, dass man sich auf vielen anderen Wegen Wissen und Fähigkeiten aneignen und dies ohne amtlich beglaubigten Stempel auch weitergeben kann. Letztlich haben wir uns dann doch noch zur Leiterin bzw. zum Leiter für Jeux dramatiques ausbilden lassen und durften dann über einige Jahre am WE’G (vormals Kaderschule für die Krankenpflege) in Aarau jeweils einen dreieinhalbtätigen Workshop zum Thema „Theaterpädagogik in der Krankenpflege-ausbildung“ durchführen. Längst ist dieses Fach über die ganzen vier Ausbildungsjahre zum Diplomniveau II an unserer Schule ein fester Bestandteil. Krönender Abschluss ist im 4. Jahr jeweils eine Woche „schwarzes Theater“, welche mit einer Aufführung für Eltern, Freunde und Bekannte ihren Abschluss findet.

Seit etwas mehr als 12 Jahren bin ich nun Schulleiter. Zuerst am Bethanien in Zürich und seit dem Zusammenschluss mit der Berufsschule für Pflege in Männedorf an dieser. Die Entwicklung einer Schulkultur und eines pädagogischen Verständnisses, welche die Lernen-den als Bildungspartner sieht und sie als Persönlichkeiten ernst nimmt, ihnen mit Respekt und Wertschätzung begegnet ist mir und dem ganzen Schulteam ein grosses Anliegen. Wir sind sehr bemüht unsere Leitideen im Alltag auch umzusetzen. Leider ist das Ende unserer Schule absehbar. Aufgrund der Reorganisation der Berufe im Gesundheitswesen im Kanton Zürich werden alle 25 Schulen im Gesundheitswesen geschlossen. Parallel dazu werden zwei Zentren aufgebaut in denen sämtliche Berufe im Gesundheitswesen auf der Sekundar- und Tertiärstufe angeboten werden. Das ist natürlich sehr schade, nicht nur weil wir unseren Arbeitsplatz verlieren, sondern auch weil wir eine, so wie ich meine gelebte pädagogische TZI-Kultur verlieren, in deren Aufbau wir einiges gesteckt haben.

Im Moment erarbeite ich, neben meiner Tätigkeit als Schulleiter für das Mittelschul- und Be-rufsbildungsamt des Kantons Zürich ein Gleichwertigkeitsverfahren und eine Nachholbildung für den neuen Beruf der/des Fachgestellten Gesundheit. Das ist sehr spannendes aber auch ein sehr anspruchsvolles Thema.

Meine Anliegen

Wir unterrichten seit August 2004 neu zwei Klassen Fachangestellte Gesundheit in den be-rufskundlichen Fächern. Die Lernenden ergreifen diesen Beruf unmittelbar nach Schulab-schluss und stehen somit am Übergang ins Erwerbsleben, was für die Jugendlichen ein grosse Umstellung bedeutet und für sie ein grosser emanzipatorischer Schritt ist. In dieser Phase wollen wir für sie ein Ansprechpartner sein, der sie mit ihren Anliegen ernst nimmt. Weiter wollen wir ihnen mit der TZI-Kultur die Freude am Lernen zurückgeben, welche fast alle durch ihre Sozialisation in der Volksschule verloren haben. Wir hoffen, und erste Erfah-rungen zeigen dies auch, dass sie dadurch wieder gerne in die Schule gehen.

Mein Traum

Eine kleine, flexibel, dynamische, private Berufsfachschule oder auch höhere Fachschule für Pflegeberufe, welche auf dem Hintergrund der TZI ihre Ausbildung gestaltet und zu einer eigentlichen Vorzeigeschule würde, die mit Anfragen für Schulbesuche aus interessierten pädagogischen Kreisen nur so überhäuft wird. Ich weiss, etwas vermessen aber träumen darf man ja.

Meine Hobbies

Ich pflege einen relativ grossen Garten mit vielen Rosen (fast alles alte englische Sorten), etwas Gemüse und Kübelpflanzen aller Art. Weiter übe ich mich in Geduld beim Zuschauen wie meine ca. 30 Bonsaibäumchen ganz langsam wachsen und freue mich am erblühen meiner über 60 Orchideen. Und damit mein Körper bei alledem nicht zu kurz kommt, koche ich mit grosser Leidenschaft und lade gerne auch Gäste zum Essen ein