Portrait von Angela Westmeyer


Angela Westmeyer
Beckenhaldenstr. 4
9011 St. Gallen

Tel. 071 222 85 62
E-mail: lua.westmeyer@bluewin.ch
Private Informationen:


1939, zu Beginn des zweiten Weltkrieges während der Evakuierung in Deutschland geboren. Zusammen mit fünf Geschwistern in einer Landarztfamilie in Püttlingen, Saarland, aufgewachsen.

1967 Heirat mit Ludwig Westmeyer und Umzug ins Fürstentum Liechtenstein

1967 und 1971 Geburt der beiden Söhne Markus und Stefan.

1975 Übersiedlung in die Schweiz, nach St. Gallen.

16 Jahre Familienphase mit klassischer Arbeitsteilung

1983 nach einer Brustkrebsoperation, Neuorientierung und Wiedereinstieg in den Beruf.

Seit 1995 Ortsbürgerin von St.Gallen.


Beruflicher Werdegang und Hintergrund
  • Diplom als Kinderkrankenschwester, 1961 in Saarbrücken
  • Diplom als Sozialarbeiterin, 1965 in Köln
  • Diplom des Ostschweizerischen Seminars für Elterngruppenleiter, SEGL, 1980 in St. Gallen
  • Diplom in Supervision, Teamentwicklung, Coaching am Institut für angewandte Sozialwissenschaften, IAS, 1998 in Maienfeld

Fortbildungsschwerpunkt
im beruflichen Bereich, Themenzentrierte Interaktion, TZI,
im persönlichen Bereich, Körpertherapie
Mehrjährige Joga-, Aikido-, Tai Chi- und Meditationserfahrung

Berufliche Tätigkeiten
  • Sozialarbeiterin in der Familienfürsorge des Senators für Jugend und Sport in Berlin und des Caritasverbandes in Saarbrücken, (1964 - 1967)
  • Einzelgesprächsleiterin in der Kantonalen Männerstrafanstalt Saxerriet, (1972 - 1975)
  • Kurs- und Seminarleiterin in der Jugend- und Erwachsenenbildung in der Ostschweiz (seit 1980)
  • Leitung der Vermittlungsstelle für Freiwillige Helferinnen der Frauen-zentrale des Kantons St. Gallen (1983 – 1994)
  • Freiberuflich tätig seit 1994 in den Bereichen Beratung, Supervision und Erwachsenenbildung
  • Co-Leiterin der Ostschweizerischen Seminars für Kursleitung und Projektarbeit in der Eltern- und Erwachsenenbildung(1998 – 2002)

Meine Angebote heute:
  • Supervision für Einzelne und Gruppen- im Berufsfeld des Sozial- und Gesundheitswesens
  • Coaching als Prozessbegleitung in Übergangsphasen, bei Entwicklungs- und Führungsaufgaben im beruflichen Bereich
  • Gruppensupervision für Frauen im Spannungsfeld von privaten, beruflichen und öffentlichen Rollen
  • Leitung von Kursen und Seminaren in der Erwachsenenbild

Mir wichtige Anliegen

Im Prozess Sein

Leben und Entwicklung vollziehen sich in Prozessen. Gleichzeitig sind diese Prozesse einer Wirklichkeit ausgesetzt, die sich primär kausal definiert und mehr an Zielen, Lösungen und Ergebnissen interessiert ist als an Wegen. Der Prozess versteht sich aus sich selbst aus seiner Wegcharakter-Struktur. Wenn ich in der Supervision eine Atmosphäre der Achtsamkeit schaffe und die Strukturen so vorgebe, dass ein Austausch über persönliche Erfahrungen und Sichtweisen möglich wird, wird prozesshafte Entwicklung eingeleitet, die aus sich heraus problemlösungsorientiert verlaufen kann. Dabei geht es vor allem um Strukturen, die den Prozess ermöglichen.

Kommunikation

Kommunikation ist unsere Möglichkeit, miteinander in Beziehung zu treten und Botschaften und Informationen auszutauschen. Gleichzeitig ist sie auch ein feinfühliges Instrument, um Störungen in unseren Beziehungen zu diagnostizieren. Sie ist aber auch ein Arbeitsinstrument, um mit diesen Störungen umzugehen. Achtsamkeit gegenüber meinem eigenen Sprachverhalten und dem meiner Gesprächspartnerinnen und -partner lässt mich Abhängigkeiten erkennen und macht mich aufmerksam auf "Innerungen", die hinter den Äusserungen liegen. Mein Bemühen gilt einer "Hellhörigkeit" in bezug auf geschlechtsspezifische Unterschiede im Kommunikationsverhalten, die nicht wahrgenommene Realitäten über das Frau-Sein und das Mann-Sein in unserer Gesellschaft ins Bewusstsein bringt und damit erst die Voraussetzungen für Veränderungen schafft. Damit bin ich bei einem weiteren mir wichtigen Aspekt; der Macht


Macht

Meine Sensibilisierung zum Thema Macht hat ihren Anfang in der Reflexion von Frauenfragen und der Erfahrung von patriarchalen Strukturen in meiner Herkunftsfamilie und in hierarchisch organisierten, sozialen Institutionen, mit denen ich beruflich zu tun hatte. Erfahrungen, dass Machtstrukturen alles tun, um sich am Leben zu erhalten, was bedeutet, dass für das Individuum innerhalb dieser Strukturen oft nur die Ohnmacht bleibt, haben mich motiviert, mich vermehrt mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich nahm an einem TZI-Projekt zum Thema "mein Umgang mit Macht im Spannungsfeld zwischen humanistischen Axiomen und Zeitgeist" teil und bin mir seither bewusst, wie sehr die Macht, in all ihren Erscheinungsformen, menschliche Bezüge prägt. Ich habe aber auch gelernt, sowohl Allmachtansprüche als auch Ohnmachtsgefühle zu hinterfragen und im Spannungsfeld zwischen beiden, die individuelle, partielle Macht zu suchen.